Mittwoch, 26. September 2007

antifa, bitte übernehmen sie!



hier kurz ein schockierender ausschnitt aus einem artikel von ivo bozic, der im aktuellen schwerpunkt der jungle world zur querfront islam/linke erschienen ist.
es ist einfach uunfassbar, ich weiß wirklich nicht, wie auf einer semantischen ebene mit dem problem umgegangen werden soll, wörter wie emanzipatorisch, links etc. sind nurmehr völlig ihres begrifflichen kerns beraubte hüllen, sie sind allesamt völlig überflüssig, wenn solche positionen darunter subsumiert werden können. die praktischen konsequenzen, die daraus zu ziehen sind liegen dagegen auf der hand. es verbietet sich JEDE zusammenarbeit, diese antisemitische propaganda ist ihrem wesen nach nazistisch und muss bekämpft werden. die bilder sind übrigens nicht von der AIK aus Wien sondern vom Kampfbund Deutscher Sozialisten...


Einer von Jeplkes Mitarbeitern ist zudem kein ge­ringerer als der junge Welt-Autor Nikolaus Brauns, der gerade ein Buch herausgegeben hat, das wohl zum Übelsten gehört, was Linke, wenn man dieses Wort hier überhaupt noch benutzen will, her­vorzubringen vermögen. In dem Sammelband »Naher und Mittlerer Osten – Krieg, Besatzung, Widerstand« versammelt Brauns so ziemlich alle Autoren, die man bedenkenlos der links-jihadistischen Querfront zurechnen kann, einige von ihnen gehören selbst terroristischen Gruppen an oder unterstützen sie offen.

Rezensent Jürgen Elsässer, der das Buch in der jungen Welt begeistert als »unersetzliches Grundlagenwerk« feierte, fasste dessen Aussage treffend so zusammen: »Mit Hizbollah und Hamas gegen das Empire«. Die beiden antisemitischen Terrororganisationen seien, so Elsässer, die »Gruppierungen, die heutzutage die Hauptlast im Kampf gegen den neuen Kolonialismus tragen«. Unter den Autoren des Buches finden sich zum Beispiel Ali Fayyad von der Hizbollah, ein irakischer Ayatollah, der seinen Beitrag mit »Allah ist groß« un­terzeichnet, die beiden ehemaligen Stasi-Spione Klaus von Raussendorff und Rainer Rupp und der Kopf der Antiimperialistische Koordination (AIK), Willi Langthaler, der ebenso wie Autor Joachim Guilliard als Spendensammler für die Terror­truppe IPA (52/2003) in Erscheinung getreten ist. Mit einem antisemitischen Verschwörungsstück in dem Buch ebenfalls vertreten ist der Generalsekretär der IPA, Jabbar al-Kubaysi, der in einem junge Welt-Interview im August die partielle Zusammenarbeit des irakischen »Widerstands« mit al-Qaida bestätigte.

Willi Langthaler fordert in seinem Beitrag expli­zit die Querfront der Linken mit dem politischen Islam, mit Hizbollah (die das »Gegenteil« einer »reaktionär-konservativen Bewegung« sei) und Hamas, und beschreibt, was Linke und Islam neben antizionistischen und antiamerikanischen Grundfesten verbinde: »Es lassen sich zahlreiche Beispiele finden, wo der Islamismus nicht nur eine antiimperialistische, sondern auch sozial fortschrittliche Rolle spielt, wie bei der libanesischen Hizbollah oder beim palästinensischen Islamischen Jihad.« Die linke Qassam-Brigade geht in Stellung.

Auch Brauns selbst fordert in seinem Vorwort, sich dem stellvertretenden Generalsekretär der Hizbollah anschließend, ein »Bündnis des islamisch-religiösen Widerstands gegen Imperialismus und Zionismus mit der säkularen Linken«. (...)

Dass einige Mitglieder der Bundestagsfraktion »Die Linke« keine Berührungsängste mit islamistischen Terroristen haben, zeigte sich auch vor knapp einem Jahr, als die Fraktion einen Sprecher der Hamas zu ihrer »Nahost-Konferenz« einladen wollte. Der Abgeordnete Norman Peach erklärt regelmäßig, dass man mit der Hamas in den Dialog treten müsse. Hat man das von Brauns herausgegebene Buch gelesen, weiß man auch, was es zu bereden gibt. Oskar Lafontaines geplante, wenn bisher auch nicht zustande gekommene Iran-Reise ist bei alledem nur die Spitze des Eisberges.

Kommentare:

Globus Pallidus hat gesagt…

Habe mir den Artikel kurz nach deiner zweiten Mail durchgelesen. Und das ist wirklich krass zu nennen und leistet dem nervigen Standard-Argument von Hobby-Politologen vorschub: "Links und Rechts treffen irgendwann aufeinander, wenn es extrem genug ist".

Um meine Wahrnehmung zu kommunizieren, kann ich nur eine besorgte Connewitzerin zitieren: "Ich möchte Ihnen erzählen, wie meine Reaktion darauf war. Meine Reaktion war: Ich war [...] sprachlos".

Hat Jelpke sich nicht erst in einem Konkret-Interview über Nazis auslassen dürfen?

julix hat gesagt…

ja, hat sie. und bozic schreibt ja auch, dass sie auf dem gebiet fit ist und verdienstvolle arbeit macht. sicher ist ein engagement in mobilen berstungshilfen, rechercheprojekten etc. cool und extrem wichtig, gerade was die bekämpfung des alltagsrassismus, der in manchen gegenden ins pogrom kippen kann (mügeln) angeht. die frau ist allerdings offensichtlich ne krasse positivrassistin und kulturrelativistin alter schule....
man müsste ihr büro, wo der typ arbeitet mit farbbeuteln bewefen o.ä. und gleichzeitig mit ihr antira-arbeit in dunkel-D machen.
shit---
warum ist alles so verfahren?

jungle.blogsport.de hat gesagt…

kinder, kinder, kinder ... dann nimm doch einen farbbeutel oder geh lieber wieder in den sandkasten spielen